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Ausbildung des Pferdes Teil I
Bilder und Texte Frau Birgit Katharina Bank |
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5. Erste
Arbeiten an der Hand Der Zweck einer elementaren Arbeit an der Hand ist es, dem jungen Pferd die Schenkelhilfen des Reiters, Rückwärtsrichten, Seitwärtstreten und erste Zügelhilfen mit Hilfe der langen Dressurgerte verständlich zu machen, und zwar noch bevor es eingeritten wird. Schon in diesem frühen Stadium der Ausbildung kann das Pferd diese verhältnismäßig fortgeschrittenen Übungen erlernen, ohne dadurch überfordert zu sein: Es braucht sich ja nur selber auszubalancieren, ohne von dem Gewicht des Reiters gestört zu werden. Vorbereitet durch die Signalarbeit an der Kette und am Kappzaum sind Luna diese Lektionen auch nicht mehr gänzlich unbekannt. Zunächst werden alle Signale frei, am Kappzaum erarbeitet. Touchierpunkte, seitliches Weichen auf dem Kreis.
Neu für sie ist nun die Führung durch die Trense statt am Kappzaum und das vermehrte Führen über den Außenzügel. Die erste Zügelhilfe, die Luna an der Hand lernt, ist,
die Zügel-aus-der-Hand-zu-kauen. Dazu stelle ich mich auf ihre linke
Seite, halte den linken Zügel in der linken Hand, den rechten Arm
lege ich über ihren Hals und halte den rechten Zügel mit der rechten
Hand. Beide Zügel stehen gleichmäßig an. Nun bewege ich die Hände
abwechselnd seitwärts vom Hals weg und wieder zurück. Das Gebiß gleitet
dabei mit sanftem Druck seitwärts über die Zunge (am besten eignen
sich Knebel- oder Fillistrensen für diese Arbeit, da sie ein Verrutschen
der Trensen in Richtung Maul verhindern!). Es dauert gar nicht lange, da kaut sie schon auf die bloße Andeutung einer Seitwärtsbewegung des Gebisses hin ab und streckt sich nach unten. Diese Übung wird für das spätere Reiten wichtig sein, wenn sie sich in allen drei Gangarten nach anstrengenden Übungen entspannen und ihren Rücken entlasten soll. Der nächste Lernschritt heißt Angehen und Anhalten...........
Mitunter reicht das Anlegen der Gerte nicht ganz aus, um die seitlichen Schritte abzufragen, dann ist ein leichtes Vibrieren mit der Gertenspitze notwendig. Luna weiß recht bald, dass ein Anheben der Hände das Antreten bedeutet und ein seitliches Anlegen der Gerte ist ebenfalls nicht mehr notwendig, sie folgt allein der waagerecht an ihrem Körper hingehaltenen Gerte ins seitliche Übertreten! Sobald sich diese Übung gefestigt hat beginne ich mit
den Seitengängen auf zwei Hufschlägen. Zunächst arbeite ich mit dem
Kopf zur Bande; sie verhindert, dass mir Luna nach vorne wegläuft
und meine Zügelhilfen können demzufolge fein und weich bleiben.
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