Hilfszügel und Longenarbeit
Bilder und Texte Frau Birgit Katharina Bank
Zeichnungen Frau Christine Boetzel
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Die Wirkungsweise der Ausbinder:

Seitliche Ausbinder erleichtern es dem Pferd, die Anlehnung an das Gebiß zu suchen und in korrekter Haltung mit aktiver Hinterhand vorwärts zu gehen.
Ausbinder werden normalerweise auf gleicher Höhe am Longiergurt befestigt.
Zunächst ist so lang und so tief auszubinden, daß ein Vorwärts-Abwärtsstrecken des Halses nicht behindert wird und die Stirnlinie keinesfalls hinter die Senkrechte gezogen wird.
Was die Länge der Ausbinder angeht, so sollte man vorsichtig sein und sie lieber ein Loch zu lang als zu kurz schnallen. Beim ersten Mal sollten sie auf beiden Seiten so lang sein, daß das Pferd sie nur spürt, wenn es sich mit langem Hals ans Gebiß herandehnt.
Erst wenn es zufrieden vorwärts geht, können die Ausbinder kürzer geschnallt werden.
Als Faustregel für die richtige Höhe der Ausbinder gilt, daß sie bei gewünschter Halshaltung des Pferdes waagerecht verlaufen sollen.
Wenn die Ausbindezügel anstehen, verengt sich automatisch der Pferdehals, wenn das Pferd die gewünschte Haltung verläßt. So lernt es frühzeitig, dem Zügel nachzugeben.
Zeichnung: Frau Boetzel

Zu kurz geschnallte Ausbinder wirken rückwärtig und somit hemmend auf die Rückentätigkeit der Pferde. Sie üben zu viel Druck aus, so daß die Pferde dazu neigen sich gegen den Ausbinder zu legen, um den störenden Druck durch Gegendruck abzuschwächen oder öffnen das Maul, um dem unangenehmen Druck zu entkommen.

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