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Darmflora im Gleichgewicht – Informatives rund um Probiotika für Pferde

Der Zustand der Darmflora hat großen Einfluss auf die Gesundheit von Pferden. Funktioniert die Verdauung nicht optimal, mangelt es an Nährstoffen oder befinden sich krankmachende Erreger im Organismus, können die langfristigen Folgen verheerend sein. Probiotika sind wirkungsvoller Helfer im Rahmen einer Darmsanierung. Sie nehmen positiven Einfluss auf elementare Körperfunktionen und tragen zur Gesundheit bei. Informatives zum Thema nachfolgend zusammengefasst. Darunter ergänzende Hinweise über Präbiotika.

Präbiotika
Bilder Quelle Pixabay: https://pixabay.com/de/photos/pferd-heu-fressen-weide-koppel-3384932/

Probiotika und ihre Wirkung

Ein Probiotikum enthält wichtige Mikroorganismen, die sich positiv auf den Darm von Pferden auswirken. Sie unterstützen den Stoffwechsel, in dem sie den pH-Wert des Inhalts im Darm stabilisieren. Das Risiko für Durchfall und Kotwasser sinkt. Probiotika produzieren wertvolle Abwehrstoffe gegen Pilze und Keime. Sie sind in der Lage für den Organismus wichtige Vitamine herzustellen. Darunter Vitamin B12. Außerdem fördern sie die Verwertung von Selen und Magnesium. Einer der größten Vorteile besteht darin, dass Probiotika eine Art Schutzschild bilden und diversen Krankheiten vorbeugen. Dieser Biofilm wird durch den Bakterienstamm Lactobacillus rhamnosus aufgebaut. Die Bakterien regen Darmschleimhautzellen zur Absonderung von Schleim an. Diese körpereigene Barriere an der Darmschleimhaut stärkt die Darmwand gezielt, das größte Kranheitsschutzorgan. Darüber hinaus stimulieren Probiotika das lymphatische Abwehrsystem von B-Lymphozyten, wodurch sekretorische Immunglobulin-A produziert werden, welche wiederum antibakteriell wirken alle Schleimhäute schützen. Sogar Viren werden durch Immunglobulin-A neutralisiert.

Probiotika als Ergänzung zur Pferdefütterung


Viele Probiotika lassen sich als Ergänzung über das gewohnte Futter bereitstellen. Als Beispiel dienen die Futtermittelzusätze der Marke Kanne Brottrunk® aus Nordrhein-Westfalen, die unter anderem in flüssiger Form als Probiotika für Pferde verfügbar sind. Unter anderem greift Markus Ehning, einer der besten Springreiter weltweit, auf die Produkte des Unternehmens zurück. Der originale Brottrunk ist Bio-zertifiziert und wird als Futtermittelzusatz direkt über das Futter gegossen. Auch die Hinzugabe zum Trinkwasser ist möglich.

Typische Anwendungsgebiete mikrobieller Futterzusätze


Eine Störung der Darmflora kann durch diverse Ursachen ausgelöst werden. Um nur wenige zu nennen:

• Stress
• Transporte
• Krankheiten
• Antibiotika
• falsche Ernährung
• Mangelernährung


Durch Verdrängung nützlicher durch schädliche Bakterien im Darm leidet die Gesundheit nach und nach. Oft verläuft der Prozess schleichend und wird erst bemerkt, wenn bereits die ersten Beschwerden erkennbar sind. Darunter eine stark gehemmte Erholung nach anstrengenden Einsätzen, geringe Arbeitslust und Koliken. Hochwertige Probiotika können den Allgemeinzustand der Gesundheit verbessern. Während der Anteil an milchsäurebildenden Bakterien reduziert wird, wird der der milchsäurenutzenden Bakterien erhöht. Es kommt zur Verbesserung der Barriere-Eigenschaften der Darmwand sowie der Bereitstellung von Nährstoffen im Körper und Erreger werden an ihrer Vermehrung gehindert. Die Vitalstoffe im Hauptfutter werden optimaler verwertet, Elektrolyte effizienter durch den Organismus transportiert und Aminosäuren verfügbar gemacht. Das gesamte Immunsystem profitiert und die körperliche Regeneration beschleunigt. Bei einem starken Parasitenbefall können probiotische Produkte als Einläufe zum Einsatz kommen und die Darmsanierung vorantreiben.

Probiotika - Pferdefutter
Bilder Quelle Pixabay: https://pixabay.com/de/photos/pferd-koppel-hengst-fressen-1444890/

Vorsicht bei Präbiotika

Während Probiotika Zubereitungen mit lebensfähigen und erwünschten Darmbewohnern (z. B. Hefen und Milchsäurebakterien) sind, handelt es sich bei Präbiotika um nicht verdauliche Lebensmittelbestandteile. Präbiotika fördern die Aktivität und das Wachstum von Bakterien im Dickdarm. Bei der Stabilisierung der Darmflora von Pferden sind sie allerdings nur bedingt eine Hilfe. Handelsübliche Produkte können sogar Entzündungen der Magenschleimhaut auslösen. Das geht aus einer Pressemeldung zu einer Studie über Pferdenahrung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hervor, die im Oktober 2019 veröffentlicht wurde. Zum Ergebnis kamen Forschende der MLU sowie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) im Rahmen einer Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS ONE erschien. Die Experten empfehlen eine Aufbereitung präbiotischer Nahrungsergänzungsmittel, um sicherzustellen, dass die Wirkung erst im Dickdarm einsetzt. Während der Studie wurde die Wirkung auf Pferde von Topinambur-Mehl untersucht, einem typischen Präbiotikum für die Tiere. Die verabreichten Präbiotika wurden bereits im Magen fermentiert, was zu früh ist. "Bei der Fermentation bilden sich organische Säuren, die - anders als im Dickdarm - im Magen die Schleimhaut der Pferde schädigen können", so die Erklärung der Erst-Autorin der Studie Maren Glatter. Laut Professorin für Tierernährung an der MLU Prof. Dr. Annette Zeyner schaden Präbiotika eher als dass sie helfen, wenn sie in ihrer bisherigen Form verabreicht werden.

Mehr zum Thema Ernährung von Pferden hier zum Nachlesen.

Bilder Quelle Pixabay („congerdesign“ & „Alexas_Fotos“)

03.06.2020

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