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Die Tradition der Pferderennen in Indien

Die Tradition der Pferderennen in Indien

Bereits seit dem 18. Jahrhundert werden in Indien Pferderennen veranstaltet. Pferde kamen mit den englischen Kolonisatoren nach Indien und so haben sich der Reitsport und Pferderennen dort insbesondere in der anglo-indischen Bevölkerungsgruppe etabliert. Die Pferderennen werden stets begleitet von Pferdewetten, das einzige Glücksspiel, das in Indien bisher staatlich legalisiert ist.

Die Geschichte der indischen Pferderennen

Sowohl die Pferde als auch die Rennen und Pferdewetten wurden von den Engländern nach Indien eingeführt. Pferde gab es vor der englischen Kolonialisierung kaum auf indischem Boden.

Die Pferde wurden per Schiff von England nach Indien gebracht und die Reise war lang und beschwerlich. Mehrere Monate mussten die Pferde auf den Schiffen ausharren und viele überlebten die Reise nicht. 1869 wurde der Suez-Kanal eröffnet und so war es schließlich möglich, Pferde in kürzerer Zeit nach Indien zu verschiffen. Die erste Pferderennbahn wurde 1777 im indischen Madras gebaut. Im Jahr 1799 rannten aus England importierte Pferde erstmals auf indischen Rennbahnen.

Pferderennen erfreuten sich immer größerer Beliebtheit in Indien. So wurden 1889bereits 52 Pferderennbahnen verzeichnet und 1894 waren es schon 73. Der Calcutta Turf Club verwaltete landesweit die Rennbahnen und war schnell überlastet. Weitere Reitklubs waren nötig, um die Rennbahnen zu verwalten, wie zum Beispiel der Bombay Turf Club in Bombay, dessen Zuständigkeit auf ganz Westindien ausgeweitet wurde und offiziell zum Western India Race Club ernannt wurde.

Pferderennen in Indien

Pferderennen und Glücksspiel gehen Hand in Hand

Zu Beginn waren die Pferderennen dem Adel und den Privilegierten vorbehalten, den englischen Kolonisatoren. Erst viel später, als Wettbüros landesweit eingerichtet wurden, hatte auch der Rest der Bevölkerung Zugang zu Pferdewetten. Immerhin war der größte Anreiz bei den Rennen nicht das Tier, sondern das Glücksspiel. Die Besucher von Pferderennen platzieren ihre Wetten auf das schnellste Pferd und warten gespannt auf die Ergebnisse, was das ganze Spektakel noch aufregender für sie macht. Mit der Einführung des Glücksspiels wurden die Pferderennen noch beliebter als je zuvor in Indien.

1888 wurde ein Polizeigesetz erlassen, das Glücksspiel in Indien verbat. Erst über hundert Jahre später, im Jahre 1996, entschied der Oberste Gerichtshof, dass das Wetten auf Pferderennen streng genommen kein Glücksspiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel sei. Pferdewetten waren seither das einzige legale Glücksspiel in Indien, auch wenn zahlreiche andere Sportwetten und Glücksspiele dennoch großen Zulauf finden und im Untergrund stattfinden.

Pferderennen im ganzen Land werden heutzutage von fünf „Turf Authorities of India“, organisiert und verwaltet. Jede Rennbahn hat ihr eigenes Wettbüro. Zudem sind Wettbüros landesweit verbreitet, wo Live-Übertragungen der Pferderennen gezeigt werden und Wettplatzierungen angenommen werden. Dadurch haben nicht nur die Besucher der Rennbahn das Privileg, an Pferdewetten teilzunehmen, sondern auch die breite Masse der Gesellschaft. Außerdem ist es mittlerweile möglich, die Gewinnchancen für die Pferdewetten schon vorab im Internet einzusehen.

Seit Juli diesen Jahres wird die allgemeine Legalisierung von Glücksspiel von der indischen Regierung debattiert. Die Versteuerung von Gewinnen aus Glücksspielen und Vergabe von Lizenzen ist ein Anreiz für den Staat, nicht nur Pferdewetten, sondern auch Casinos und Lotterien zu legalisieren. Außerdem finden Glücksspiele derzeit ohnehin zuhauf im Untergrund statt und mit der Legalisierung hätte der Staat mehr Kontrolle. Doch für die Veranstalter der Pferdewetten würden wahrscheinlich Umsatzdefizite erleiden, wenn der Glücksspielmarkt mehr Konkurrenz aufweisen würde.

16.09.2018

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