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Homöopathie für Pferde: Wissenswertes über die alternative Heilmethode

Wie in der Humanmedizin gibt es bei der Behandlung von kranken Tieren die Wahl zwischen der Schulmedizin und alternativen Heilmethoden. Die Homöopathie gehört zu den gängigsten alternativen Therapieformen. Sie zielt auf die Heilung des gesamten Organismus, weniger auf die Behandlung einzelner Symptome. In der Diskussion über die Wirksamkeit der Homöopathie stehen sich die unterschiedlichsten Untersuchungsergebnisse und Erfahrungen gegenüber. Befürworter schätzen die nebenwirkungsfreie Therapieform, die auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Patienten und die Selbstheilungskräfte setzt. Kritiker vermissen den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit. Bei der Behandlung von Tieren hängt es vom Eigentümer ab, ob eine homöopathische Behandlung infrage kommt. Tierbesitzer, die selbst positive Erfahrung mit Homöopathie-Behandlungen gesammelt haben, stehen der Methode offen gegenüber. Aber auch andere Pferdebesitzer wünschen Alternativen zu Therapien mit starken Nebenwirkungen. Wie alle medizinischen Behandlungsformen hat die Homöopathie Grenzen. Sie lässt sich besonders bei schwierigeren Fällen mit anderen Therapien kombinieren, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.
 

Homöopathie: Ähnliches durch Ähnliches kurieren

Der wichtigste Grundsatz der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip. Damit ist gemeint, dass eine Substanz, die in unverdünnter Form einen Gesunden krank macht, die entsprechenden Symptome bei einem Kranken heilen kann. Homöopathische Medikamente werden als Globuli oder Tropfen verabreicht. Die kleinen Zuckerkügelchen oder Lösungen enthalten den Wirkstoff in stark verdünnter Form. Der Verdünnungsgrad wird Potenz genannt. Niedrige Potenzen werden mehrmals am Tag eingenommen, hohe Potenzen wesentlich seltener. Generell sind niedrige Potenzen zur Behandlung von akuten Beschwerden des Organsystems gedacht, mittlere Potenzen für subakute Erkrankungen, hohe Potenzen für chronische. Die Überlegung, Homöopathie auch in der Tierheilkunde einzusetzen, ist nicht neu. Bereits der Gründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, war davon überzeugt, dass seine Therapiemethode für Tiere ebenso wirksam ist wie für Menschen.

Was ist bei der homöopathischen Behandlung von Pferden zu beachten?

Der homöopathischen Behandlung eines menschlichen Patienten geht eine ausführliche Befragung voraus. Diese ist notwendig, um das richtige Mittel und die richtige Potenz zu finden. Berücksichtigt werden innere und äußere Faktoren sowie die individuelle Persönlichkeit. Im Gegensatz zur Schulmedizin wird bei ähnlichen Beschwerden nicht immer dasselbe Mittel verwendet. Anders als Menschen können Tiere nicht befragt werden. Die menschlichen Verhaltensweisen sind nicht ohne Weiteres auf das Verhalten des Tiers zu übertragen. Der Tiertherapeut ist auf seine Beobachtungsgabe und Erfahrung angewiesen. Bei chronischen Erkrankungen setzen manche Therapeuten deswegen auf weitere Diagnosemöglichkeiten wie Haaranalysen. Zusätzliche Informationen des Tierbesitzers helfen bei der Suche nach dem richtigen Heilmittel.

Pferde mit homöopathischen Mitteln behandeln

Die Verabreichung der Globuli ist unproblematisch, denn Pferde nehmen die süßen Kügelchen gerne. Der homöopathische Wirkstoff wird über die Mundschleimhaut aufgenommen. Wenn das Mittel von einem Heilpraktiker verschrieben wird, erhält der Eigentümer oder Pfleger genaue Informationen über Potenz und Dosierung. Pferdebesitzer können für einige der gängigsten Beschwerden beim Pferd auch Standardmittel einsetzen. Wer Globuli aus seiner Stallapotheke ohne den Rat eines Heilpraktikers verabreicht, muss nach der Globuli-Gabe sein Pferd beobachten, um zu sehen, ob die Arznei wirkt. Wenn binnen einer halben Stunde keine Verbesserung eintritt, ist das Mittel falsch gewählt.

Die folgenden homöopathischen Mittel sind für die Notfallapotheke geeignet:

•  Arnica (Bergwohlverleih): bei frischen Zerrungen, Prellungen oder blutenden Verletzungen
•  Nux vomica (Brechnuss): bei Koliken aufgrund falscher Fütterung
•  Apis mellifica (Honigbiene): bei starken Schwellungen
•  Ledum (Sumpfporst): bei Stichverletzungen und Insektenstichen
•  Euphrasia (Augentrost): bei Augenentzündungen aufgrund dauernder Reizung durch Fliegen und Staub
•  Aconitum (Eisenhut): bei Erkältung und fieberhaftem Infekt
•  Sulfur (Schwefel): bei Ekzem und anderen Hautproblemen
 

Weitere Literatur mit Informationen zum Thema:

• Taschenatlas Homöopathie in Wort und Bild von Josef M. Schmidt   
• Homöopathische Arzneimittel für Pferde finden Sie auf shop-apotheke.com
• Homöopathie am Pferd: Globuli, Potenzen und Co. auf tierheilpraxis-kulms.de

28.06.2017

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