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Physiotherapie Praxis für Reiterinnen und Reiter im Raum Stuttgart – beweglich, stabil und im Einklang mit dem Pferd

Reiten wirkt auf den ersten Blick vielleicht wie eine Sportart, bei der vor allem das Pferd körperlich arbeitet. Tatsächlich ist auch der Körper der Reiterin oder des Reiters ständig gefordert: Die Muskulatur muss stabilisieren, das Becken feinste Bewegungen ausführen und der Oberkörper eine aufrechte, ausbalancierte Position halten. Gleichzeitig soll beim Reiten der Reiter möglichst unabhängig von den Bewegungen des Pferdes bleiben, denn es gilt das Pferd in jedem Augenblick zu sicher zu führen.

Genau hier kann Physiotherapie eine wichtige Rolle spielen. Sie kann helfen, Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Körperwahrnehmung zu verbessern und dadurch eine bessere Grundlage für einen ausbalancierten Sitz zu schaffen.

Warum ist Physiotherapie für Reiterinnen und Reiter sinnvoll?

Beim Reiten entstehen hohe Anforderungen an die Rumpf-, Becken- und Beinmuskulatur des Reiters. Besonders wichtig sind eine bewegliche Hüfte, ein stabiles Becken und eine gute Rumpfkontrolle. Einschränkungen oder muskuläre Dysbalancen können dazu führen, dass der Körper unbewusst ausweicht. Das kann sich beispielsweise durch eine dauerhaft angespannte Beinmuskulatur, einen schiefen Sitz, eingeschränkte Hüftbeweglichkeit oder Verspannungen im Rücken bemerkbar machen.

Physiotherapeutische Übungen setzen deshalb nicht nur bei Beschwerden an. Auch gesunde Reiterinnen und Reiter können von einem gezielten Training profitieren. Ziel ist es, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und Bewegungen kontrollierter und ökonomischer auszuführen.

Ein guter Sitz auf dem Rücken des Pferdes beginnt beim eigenen Körper

Ein gut ausbalancierter Sitz setzt voraus, dass sich das Becken ausreichend bewegen kann. Gleichzeitig muss die Rumpfmuskulatur stabilisieren, ohne unnötig zu verspannen.

Besonders relevant sind deshalb:

• Beweglichkeit: vor allem von Hüfte, Wirbelsäule und Sprunggelenken
• Rumpfstabilität: für einen unabhängigen Oberkörper
• Beinkontrolle: ohne dauerhaftes Klammern
• Koordination: für die feine Abstimmung von Hilfen
• Körperwahrnehmung: um Spannungen und Fehlhaltungen frühzeitig zu erkennen

Eine gezielt auf die Bedürfnisse der Reiter*inn abgestimmte Physiotherapie kann diese Bereiche untersuchen und individuelle Übungen zusammenstellen. Wer im Raum Stuttgart eine Physiotherapie Praxis sucht, die sich mit einem individuellen Physiotherapieprogramm z.B. den Problemen bei der Rumpfmuskulatur stellt, dem möchten wir die Physiotherapiepraxis Monolith in Stuttgart-Degerloch empfehlen. Hier können Sie mit ihrem Physiotherapeuten sogar ein individuell auf ihre Problemzonen abgestimmtes Programm erhalten und gemeinsam durchführen.

Physiotherapiepraxis Monolith in Stuttgart
Bild: Physiotherapiepraxis Monolith in Stuttgart Degerloch * unser Geheimtipp für Reiterinnen und Reiter

Unser heißer Tipp für Rieterinnen & Reiter mit Rückenproblemen: Die „SwingMed“ Therapie

In Stuttgart wird die SwingMED-Therapie (eine Form der dynamischen Extensionstherapie für die Wirbelsäule) exklusiv als Selbstzahler-Leistung in der Physiotherapiepraxis Monolith in Stuttgart-Degerloch angeboten.

Über die SwingMED-Therapie

  • Anwendungsbereich: Konservative Behandlung von Rücken-, Bandscheiben- und Wirbelsäulenbeschwerden.
  • Wirkungsweise: Eine kontrollierte, dynamische Streckung entlastet die Bandscheiben sowie Nerven, fördert die Muskelentspannung und steigert die Beweglichkeit.
  • Status: Wird als ergänzende Selbstzahler-Leistung außerhalb der gesetzlichen Kassenleistungen durchgeführt.

 


Bild: High-Tech Behandlung von Rücken-, Bandscheiben- und Wirbelsäulenbeschwerden

Fünf Übungen aus der Physiotherapie für Reiterinnen und Reiter

1. Beckenkippen in Rückenlage

Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie beide Füße auf. Die Knie sind gebeugt. Kippen Sie das Becken langsam nach hinten, sodass sich der untere Rücken etwas stärker in Richtung Boden bewegt. Anschließend lösen Sie die Spannung wieder und lassen eine leichte natürliche Wölbung entstehen. Hinweis: Führen Sie die Bewegung langsam und kontrolliert aus, ohne die Gesäßmuskulatur stark anzuspannen.

Ziel: Verbesserung der Wahrnehmung und Beweglichkeit des Beckens.

2. Hüftbeuger-Dehnung im Ausfallschritt

Gehen Sie in einen knienden Ausfallschritt. Das vordere Bein steht auf, während das hintere Knie am Boden bleibt. Richten Sie den Oberkörper auf und schieben Sie das Becken vorsichtig nach vorne, bis Sie eine Dehnung an der Vorderseite der hinteren Hüfte spüren.
Halten Sie die Position etwa 20–30 Sekunden und wechseln Sie anschließend die Seite.
Ziel: Verbesserung der Beweglichkeit der Hüftbeuger, die bei langem Sitzen oder einer ungünstigen Beckenposition verkürzt sein können.

3. "Bird Dog"

Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand. Heben Sie einen Arm und das diagonal gegenüberliegende Bein an. Halten Sie die Position kurz und führen Sie anschließend beide Körperteile kontrolliert zurück. Danach wechseln Sie die Seite.
Wichtig ist, dass das Becken möglichst ruhig bleibt und der Rücken nicht ins Hohlkreuz ausweicht.
Ziel: Training von Rumpfstabilität, Gleichgewicht und Koordination.

4. Kniebeuge mit kontrollierter Beinachse

Stellen Sie sich etwa hüftbreit hin. Beugen Sie langsam die Knie und senken Sie das Gesäß nach hinten ab, als würden Sie sich auf einen Stuhl setzen. Anschließend richten Sie sich wieder auf.

Achten Sie darauf, dass die Knie in Richtung der Füße zeigen und nicht nach innen fallen.
Ziel: Kräftigung von Oberschenkeln und Gesäß sowie Verbesserung der Beinachsenkontrolle.

5. Einbeinstand

Stellen Sie sich aufrecht hin und verlagern Sie das Gewicht langsam auf ein Bein. Halten Sie die Position 20–30 Sekunden. Steigern Sie die Schwierigkeit, indem Sie den Blick in verschiedene Richtungen bewegen oder – sofern sicher – kurz die Augen schließen.
Ziel: Verbesserung von Gleichgewicht, Fußstabilität und Körperwahrnehmung.

Generell gilt für physiotherapeutische Übungen: Regelmäßig statt möglichst viel

Für Reiterinnen und Reiter muss Physiotraining nicht stundenlang dauern. Bereits wenige gezielte Übungen können sinnvoll sein, wenn sie regelmäßig durchgeführt werden. Entscheidend ist dabei die Qualität der Bewegung: kontrolliert, ruhig und ohne unnötige Ausweichbewegungen.
Wer regelmäßig reitet, kann die Übungen beispielsweise als kurze Trainingseinheit vor oder nach dem Reiten beziehungsweise an einem reitfreien Tag integrieren.

Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll?

Bei wiederkehrenden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühlen oder Beschwerden, die sich beim Reiten verstärken, sollte eine individuelle physiotherapeutische oder ärztliche Abklärung erfolgen. Auch nach Verletzungen oder Operationen sollte das Training individuell angepasst werden. Denn jeder Mensch bringt andere körperliche Voraussetzungen mit. Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut kann Beweglichkeit, Kraft, Haltung und Bewegungsmuster untersuchen und daraus ein persönliches Trainingsprogramm entwickeln.

Fazit: Physiotherapie Praxi für Reiterinnen und Reiter im Raum Stuttgart-Degerloch

Physiotherapie kann Reiterinnen und Reitern dabei helfen, ihren Körper besser kennenzulernen, Beweglichkeit und Stabilität zu verbessern und bewusster mit den eigenen Bewegungsmöglichkeiten umzugehen. Ein bewegliches Becken, ein stabiler Rumpf und eine gute Koordination schaffen wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Hilfen feiner und der Sitz ausbalancierter werden können.

Hinweis: Die vorgestellten Übungen sind ein guter Einstieg. Sie ersetzen jedoch keine individuelle Untersuchung – insbesondere dann nicht, wenn bereits Schmerzen oder deutliche Bewegungseinschränkungen bestehen. Besprechen Sie vor Durchführung der Übungen diese mit ihrem behandelnden Arzt bzw. Physiotherapeuten.

 

15.08.2026