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Reiten bei Olympia: die 6 größten Neuentdeckungen

Die Reitwettbewerbe bei Olympia haben für viel Aufregung gesorgt. Nicht immer waren die Schlagzeilen positiv. Zum Glück gab es dennoch immer wieder Glanzleistungen und viele Highlights, die uns in der Berichterstattung gefesselt haben.

Wir zeigen Ihnen unsere 6 größten Entdeckungen, die uns bei Olympia 2020 in Tokio überrascht haben.


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: Seit Jahrzehnten sind die deutschen Dressurreiter Weltspitze und der Nachwuchs lässt hoffen. Bildquelle: romavor via pixabay.com

Nervenkitzel dank Online Buchmachern

Olympia in Tokio 2020 bot Platz für Reitwettbewerbe in 6 verschiedenen Kategorien. Damit gab es nicht nur eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Daumen zu drücken, sondern sein Glück auf ganz neue Art zu versuchen: per Wette. Pferdewetten haben im Sport eine lange Tradition und waren früher nur der Eilte vorbehalten. Dank verschiedener Anbieter kann jeder nun bequem von zu Hause aus mitfiebern. Der Einstieg wird mit Anreizen, wie dem Wettbonus versüßt. Damit wird der Sport direkt noch etwas spannender. Je mach Land gibt es aber unterschiedliche Boni z.B. kann sich ein Bonus in Deutschland von einem Wettbonus Österreich schon deutlich unterscheiden.

Die Ära nach Isabell Werth hat bereits begonnen

Auf deutsche Siege bei Olympia zu setzen, hätte sich in Tokio durchaus gelohnt. Seit vielen Jahren stehen deutsche Größen, wie Isabell Werth, fast schon sicher ganz oben auf dem Treppchen. Der Abschied der Ausnahme-Sportlerin vom Profisport ist zwar noch kein direktes Thema. Mit über 50 darf nun jedoch gerne der Nachwuchs Isabell Werth ablösen. Aufhorchen lässt besonders Jessica von Bredow-Werndl, Doppel-Olympiasiegerin bei Tokio 2020 und Triple-Europameisterin 2021 in Hagen. Ihren Werdegang auf ihrer Trakehner-Stute Dalera in den nächsten Jahren weiterzuverfolgen, verspricht für Olympia 2024 viel Hoffnung auf deutscher Seite. Die Leichtigkeit und Eleganz der beiden macht für Pferdefans beim Zusehen unheimliche Freude.

Der Aufreger der Spiele: Tierwohl vor Tradition

Einen dunklen Fleck im olympischen Reitsport hat eine andere deutsche Reiterin hinterlassen. Jeder kennt wohl die Bilder von Saint Boy und Annika Schleu aus dem Springwettbewerb des modernen Fünfkampfs. Ihr verzweifelter Kampf mit einem Pferd, das auf keinen Fall mehr auf den Reitplatz wollte, zählt zu den kuriosesten Reit-Momenten von Tokio. Vorher war das Springreiten als Teil des Fünfkampfs wohl eher ein unbeachteter Bewerb, vor allem aus Reitsportsicht. Die Fotos und Videos haben für gehörigen Wirbel in den weltweiten Medien gesorgt. Eventuell war es auch das letzte Mal, dass das Springen auf diese Art und Weise bei Olympia zu sehen war. Die traditionelle Disziplin, entstanden aus dem Militär-Hintergrund der frühen Athleten, könnte ersetzt werden. Ein eindeutiger Schritt zu mehr Tierwohl, den Saint Boy angestoßen hat. Das Leih-Pferd erholt sich in seinem Stall in der japanischen Präfektur Shiga von der ganzen Aufregung.

Gelebte Gleichberechtigung

Eine Frauenquote bei olympischen Reitbewerben? Das ist alles andere als nötig. Wer beim Reitunterricht einen Blick in die illustren Runden wirft, blickt oft in die Augen weiblicher Teilnehmer. Auch bei Olympia 2020 in Tokio ist uns dieser Umstand wieder bewusst geworden. Seit 1952 wurden die Disziplinen nach und nach für Frauen zugelassen. Damit ist die Sportart eine der wenigen, die für alle Geschlechter offen ausgetragen wird. Bei 6 ausgetragenen Wettbewerben waren immerhin von 36 Medaillengewinnern 14 Frauen. Besonders in der Dressur dominieren starke Reiterinnen regelmäßig das Feld. Ein toller Weg, den wir gerne weiterverfolgen.

Beeindruckende Logistik für die wertvollen Vierbeiner

Rund um die olympischen Reitwettbewerbe gab es im Vorfeld ungewöhnlich viel Berichterstattung zum Transport der Pferde nach Japan. Welcher Aufwand für eine möglichst entspannte und sichere Überführung betrieben wurde, war eine der größten Aha-Momente. Eine der wichtigsten Airlines aus dem arabischen Raum hat alle 247 Pferde vom belgischen Lüttich in das japanische Tokio in speziellen Cargo-Flugzeugen transportiert. Für 22.000 Euro pro Flugticket gab es Luxusboxen, eine Klimaanlage, Futter, Wasser und viele Pferdepfleger für die wertvollen Vierbeiner.

Die Geschichte der Turnierbekleidung

Olympia gibt immer wieder Anlass, etwas tiefer in die Geschichte des Reitsports einzutauchen. Pferdesportwettbewerbe waren schon bei den Olympischen Spielen der Antike ein Publikumsmagnet. Pferderennen und Wagenrennen waren genau wie heute ein kostenintensives Vergnügen, das sich nur Aristokraten leisten konnten. Als die Spiele der Neuzeit um 1900 gestartet wurden, war der Reitsport eine Domäne des Militärs und der Offiziere. Zwar dürfen seit 1952 auch Zivilisten teilnehmen, die Turnierbekleidung erinnert jedoch immer noch an die elitären Anfänge des Sports. Betrachtet man die vorgeschriebenen hellen Hosen, hohen schwarzen Lederstiefel und das Sakko, wird einem bewusst, wie nah das Outfit einer Uniform gleicht. Auch bei Olympia in Tokio wurde diese alte Tradition wieder lebendig auf dem Rücken der Pferde vorgelebt.

 

 

Achtung Hinweis!
Onlinecasinos sind erst für Spieler/Spielerinnen erlaubt, die mindestens 18 Jahre alt sind. Glücksspiel kann in Spielsucht enden. Weitere Infos und Hilfe finden Sie unter BZgA.

 

17.09.2021