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Reiten: vom Freizeitsport zum Beruf als Reittherapeut

Viele reiten seit Jahren, kennen ihre Pferde und verstehen sich gut mit Menschen, die ihre Leidenschaft zum Pferd teilen. Irgendwann kommen diese Reiter dann an einen Punkt, wo sie ihr erlebtes Wissen entweder vertiefen möchten, oder sogar über eine zusätzliche qualifizierende Maßnahme nachzudenken, um eine zusätzliche Ausbildung im Reiten oder gar in der Reittherapie anzustreben.

Reittherapie Ausbildung

Mit dieser Ausbildung besteht die Möglichkeit als Reittherapeut zu arbeiten, Menschen auf ihrem persönlichen Entwicklungsprozess zu begleiten und die Begeisterung für Pferde und das Reiten zu steigern.
ReittherapeutInnen fördern und begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Handikap (wie körperliche und geistige Einschränkungen, Behinderungen, psychische und psychosoziale Störungen). Mit speziell ausgebildeten Therapiepferden werden die unterschiedlichsten Themen und Herangehensweisen bis hin zum Coaching unter Berücksichtigung von pädagogischen und psychologischen Zielen angeboten.
 

Welches Arbeitsfeld umschließt die Reittherapie?

Die Reittherapie ist ein breit gefächertes Feld und sieht den Klienten in einer ganzheitlichen Weise. So sind körperorientierte, pädagogische, erlebnisorientierte, psychologische, prozessorientierte, naturerlebnisorientierte, persönlichkeitsbildende Angebote am Markt zu finden. Deshalb gilt es genau zu schauen, welche Ausbildung zur persönlichen Ausrichtung passt und welche Erfahrungen der an der Ausbildung Interessierte mitzubringen hat. Noch viel wichtiger ist zu fragen: Wie will er arbeiten, welche „Einstellung“ passt zu ihm und wie kann er sein bereits vorhandenes Wissen einbringen.

Arbeitsbereiche:

• in heilpädagogischen und therapeutischen Einrichtungen
• heilpädagogische Angebote in Reitbetrieben, die selbst Reittherapie anbieten oder die mit therapeutischen Einrichtungen zusammenarbeiten
• in Heimen für Menschen mit Behinderung, die Therapien im Bereich des therapeutischen oder heilpädagogisches Reitens anbieten
• in Selbstständigkeit als ReittherapeutIn, auch in Verknüpfung mit dem Vorgängerberuf
• Musikpädagogik in Verbindung mit Reittherapie
• Erlebnispädagogik, Reiten und Therapie
• Physiotherapie mit Pferden
• Lernbegleitung und Pferd als Unterstützer
• Logopädie in Verbindung mit Reittherapie
• psychologische Begleitung mit dem Pferd als Medium

Welches  ist die richtige Reittherapieausbildung für mich?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass der Beruf ReittherapeutIn kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf ist. Ausbildungsanbieter, die zur ReittherapeutIn ausbilden, fordern unterschiedliche Voraussetzungen und Qualifikationen. Eine pädagogisch oder therapeutische Grundausbildung ist sinnvoll, oder oft Voraussetzung. Wobei das Feld auch weit gesteckt sein kann:  Physiotherapie, Massageausbildung, Heilpraktiker (Psych.), Pädagogik (Lehrer, Sozialpädagoge, Erzieher und Heilpädagoge). Der Nachweis über die Qualifikation als Reiter ist ebenfalls oft Voraussetzung.

In seiner Ausbildung zum Reittherapeuten wird die Grundausbildung um ein breites Spektrum erweitert. Die Inhalte dieser Ausbildung hängen von den einzelnen Marktanbietern ab. Die Ausbildung umfasst schwerpunktmäßig das therapeutische Reiten, bei dem besonders auf das psychologische, entwicklungspsychologische und körperorientierte Themenfeld eingegangen wird, unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppe Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit und ohne Handicap. In der Ausbildung geht es um die Begleitung von Klienten die verschiedene Ziele anstreben. Sei es einen besseren Sitz, mehr Kontakt und Verbindung zum Pferd, einen anderen Umgang und Zugang zum Pferd zu bekommen, oder weil es Schwierigkeiten oder Unfälle gab und Ängste und Bewältigungsstrategien entwickelt werden möchten. Der Reittherapeut ist ebenfalls für "Einsteiger", "ambitionierte Reiter" oder als "Reiter im Pferdesport" die adäquate Begleitung.

Im Mittelpunkt der Reittherapie und der Ausbildung dazu steht immer der Mensch, aber auch das Wohlbefinden des Pferdes. In der Ausbildung erhalten Sie konkrete Hinweise und Tipps für den zielgerichteten Umgang mit Pferd und Klient sowie ein gutes „Handwerkszeug“  für eine Vorbereitung und Umsetzung in Theorie und Praxis. Sie erhalten das notwenige pädagogische und psychologische Grundwissen, ebenso wie Wissen über die Anatomie und Physiologie des Menschen und dessen Bewegungslehre. Diese Lerninhalte werden selbstverständlich auch über das Pferd vermittelt.

Wichtig ist, dass komplexe Zusammenhänge vom Trainertherapeuten ansprechend und verständlich dargestellt werden, denn die Vermittlung von praktischen Anwendungen steht am Ende jeder Therapeutenausbildung. So gibt es eine Vielzahl von "Reittherapeuten-Ausbildungen" die sich daran orientieren. Darüberhinaus sind verschiedene Zusatzqualifikationen möglich unter anderem die Qualifikation als Therapiepferde Trainer.

Kosten für den Klienten

Die Kosten der Reittherapie in Deutschland übernehmen in der Regel die Eltern/Klienten selbst oder es bestehen Angebote über Einrichtungen. Zuwendungen kann es über Stiftungen geben.

Unsere Literaturtipps

·          PferdeTräume: Ganzheitliche Ansätze im Reitunterricht mit Kindern(Armgard Schörle)
·          Der neue Weg im Umgang mit Tieren: Die Tellington-TTouch-Methode (Linda Tellington-Jones, Sybil Tayler)
·          Die Tellington-Methode: So erzieht man sein Pferd (Ursula Bruns und Linda Tellington-Jones)
·          Experimentelle Reittherapie (Kurt Schley, Silvia Gerstner)
·          Botschafter zwischen den Welten (Linda Kohanov)
·          Selbstbewußte Pferde - Wie Pferde ihre eigenen Übungen und Lektionen entwickeln (Imke Spilker)
·          Die Sprache des Pferdes.Lebensweise, Verhalten, Ausdrucksformen, (Michael Schäfer)
·          Feldenkrais und Reiten (Anke Recktenwald)
·          Bewußtheit durch Bewegung: Der aufrechte Gang (Moshé Feldenkrais)
·          Botschaften des Körpers, Bodyreading (Ron Kurtz, Hector Prestera) 
·          Kinderleichte Lösungen: Lösungsorientierte Kreative Kindertherapie (Manfred Vogt-Hillmann und Wolfgang Burr) 
·          Gewaltfreie Kommunikation (Marshall B. Rosenberg)
24.11.2015

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