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Reitunfälle gehören mit zu den häufigsten Unfallgefahren im Sport- und Freizeitbereich

Ein kleiner Windstoß beim Ausritt kann schon ausreichen, dass das Pferd unverhofft zur Seite springt und der Reiter sich beim Sturz vom Pferd schwerwiegende Verletzungen zuziehen kann. Jedes Jahr landen bei solchen oder ähnlichen Unfällen mit dem Pferd etliche Reiter im Krankenhaus. Selbst bei ausreichender Schutzbekleidung beim Reiten, wie dem Tragen eines Sicherheitshelmes und einer Sicherheitsweste, sind Verletzungen, die durch Stürze oder auch Tritte von Pferden verursacht werden, niemals ausgeschlossen.

Das Pferd ans sich ist ein Fluchttier - dies darf nie in Vergessenheit geraten! Instinktiv flüchtet das Tier bei Gefahren, bedrohlichen Situationen oder auch bei dem Anschein einer Gefahr, die das Pferd darin sieht, aber der Reiter nicht erkennt. Ein einziger weißer Strich auf der Straße, ein Baumstamm am Reitweg liegend, können schon ausreichen, dass das Pferd das Weite sucht.

Pferde sind potenziell unberechenbar

Reiten gehört mit zu den gefährlichsten Sportarten überhaupt. In keiner anderen Disziplin wird vergleichbarer Sport mit einem Tier betrieben. Und genau das macht dieses Betätigungsfeld so gefährlich. Die Handlungen von Pferden sind weder kalkulierbar, noch planbar. Und beim Pferd handelt es sich um eine gewaltige Masse von 300 bis hin zu 600 Kilogramm, die sich in Bewegung setzt. Da Pferde nun mal von Natur aus Fluchttiere sind und ihrem Instinkt bei drohender Gefahr immer folgen, rast dann unter Umständen eine unkontrollierte Lok mit gewaltiger Kraft auf denjenigen zu, der sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet.

Grundsätzlich umgehen Pferde Hindernisse, doch bei Gefahr und ihrem Fluchtinstinkt folgend, reagieren sie schnell kopflos und wollen einfach nur noch so schnell wie möglich aus der für sie so erscheinenden Gefahrenzone. Und Diese muss der Mensch, der Halter des Pferdes am Strick oder der Reiter von oben noch nicht einmal erkennen und wahrnehmen. Manche Pferde sind etwas zarter besaitet und reagieren sehr schreckhaft und impulsiv auf kleinste Bewegungen von Blättern und Büschen im Wald. Nehmen sofort Veränderungen in ihrer gewohnten Umgebung wahr, und das kann schon ein Stuhl am Reitplatz sein, der einfach anders hingestellt als sonst dasteht. Das Zur-Seite-springen und Ausweichen der Pferde vor den vermeintlichen "Hindernissen", kann schon ausreichen, dass der Reiter sehr schnell in Not gerät und schlimmstenfalls eben schneller zu Boden geht, als ihm lieb ist.

Besitzer und Halter in der Pflicht Besonders

Besitzer und Halter eines Pferdes sind in der Pflicht, wenn es um die Absicherung für Pferd und Reiter im Schadensfall geht. Das Pferd als unberechenbares Individuum kann jederzeit erhebliche Schäden durch ganz unterschiedliche Situationen und Anlässe verursachen. Sind es nur Sachschäden, halten sich diese in der Regel im Rahmen des bezahlbaren. Richtig teuer wird es, wenn beispielsweise ein freilaufendes Pferd in den Straßenverkehr gerät und es dabei zu Verkehrsunfällen mit Personenschäden kommt. Oder das Pferd beim kopflosen Flüchten auch Passanten umrennt, die sich im Anschluss schwer verletzen können. Umso wichtiger ist es als Reiter und auch insbesondere als Pferdebesitzer dann eine wirklich gute Haftpflicht im Pferdebereich zu besitzen. Sie deckt im Schadensfall nicht nur Sachschäden weitreichend ab, sondern insbesondere auch Personenschäden in hohem Maße.

Im Stall, auf der Weide und bei öffentlichen Auftritten

Turnierpferde sind in der Regel sehr gut abgesichert und werden sorgsam behütet. Schließlich sind sie wertvoll und kostbar für den Besitzer und dies gilt in jeder Sparte und Disziplin der Reiterei. Freizeitreiter hingegen sehen ihren Sport eher als Hobby und Freizeitspaß. In beiden Fällen allerdings gilt die gleiche Regel: Immer auf der Hut sein, das Pferd sicher am Strick haben können, kein Risiko eingehen und vorausschauend denken und handeln. Mögliche Gefahrenquellen erkennen und, wenn es geht, aus dem Weg räumen.

Unfälle im Stall sind mit die häufigsten und geschehen sehr schnell durch leichtsinniges Handeln. Das Anbinden des Pferdes beispielsweise an einer Boxentüre oder an einer nicht gut im Mauerwerk fixierten Stange oder am Anbindehaken. Die Kraft eines Pferdes, das in Panik gerät, ist enorm und kann Verankerungen aus Wänden reißen, und Stalltüren aushebeln und etliche Meter hinter sich her ziehen. Verletzungen sind hier für Pferd und Mensch vorprogrammiert. Auch in unsachgemäß errichteten Ställen und Boxen drohen Gefahren, wie das Hängenbleiben der Hufe in zu weit auseinander stehenden Gitterstäben der Box. Weideunfälle sind ebenfalls an der Tagesordnung. Trittverletzungen durch andere Pferde, Verletzungen durch Bisse oder auch Verletzungen an unsachgemäß angebrachten Zäunen. Dass immer wieder Pferde aus Koppeln ausbrechen, ist leider keine Seltenheit und geschieht öfter, als man denkt. Wenn Pferde im Pulk und in Herden ausbrechen, sind die noch unzähmbarer und unberechenbarer, als im Alleingang eines Pferdes.

Auf Turnieren müssen Pferde gut abgesichert sein, der Transport allein zum Veranstaltungsort selbst muss in jeder Hinsicht sehr gut abgesichert sein. Bei Veranstaltung dieser Art ist es dennoch immer wieder dazu gekommen, dass sich Pferde plötzlich losreißen, flüchten, in Panik geraten und durch Tritte Menschen und andere Pferde schwer verletzt haben. Auch gilt es, Vorsicht walten zu lassen und mit Verstand und Routine in Ruhe vorzugehen.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/gras-feld-wiese-s%C3%A4ugetier-tier-3221916/

17.03.2018

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