Besuchen Sie unsere reiten.de Facebook-Seite Besuchen Sie unseren reiten.de Twitter-Feed
Besuchen Sie uns auf
Facebook und Twitter!

Sie sind hier:  www.reiten.deTrennpfeilCommunityTrennpfeilWissenswertesTrennpfeilGTrennpfeilGiftpflanzen
Melden Sie sich für unseren kostenlosen Newsletter an!

Wissenswertes im Überblick


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Giftige Pflanzen für Pferde

Giftige Pflanzen für Pferde und Ponys
Giftige Pflanzen für Pferde und Ponys - Achtung Lebensgefahr

Achtung: giftige Pflanzen für Pferde und Ponys beim Ausreiten auf Feld, Flur und Wald - Lebensgefahr!

Die früher, und noch heute wild lebenden Pferde frassen und fressen von sich aus keine für Sie giftigen Pflanzen. Dieses "Futterverhalten" erlernen die Pferde u.a. auch in der Herde.
Durch die Domestikation des Pferdes und die völlig andere Art wie unsere Pferde heute aufwachsen, ist diese Fähigkeit nicht mehr vorhanden oder nur noch sehr schwach ausgeprägt.
Darum sollte der Pferdefreund und Reiter immer ein Auge darauf haben das daß Pferd beim Ausritt ins Gelände sowie auf der Wiese keinerlei Pflanzen zu sich nimmt die er selber nicht kennt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Giftpflanzen die in Deutschland vorkommen und dem Pferd gefährlich werden können, wenn es davon "unterwegs" frißt:

Roter, gelber oder Großblütiger Fingerhut

Das Krankheitsbild eines Pferdes, das eine giftige Pflanze gefressen hat kann ganz unterschiedlich sein. Es reicht von Magen-Darm-Entzündungen, Durchfall, Kolik, Krämpfe, Atemnot, Zittern, Schwanken, Lähmungen, Schreckhaftigkeit, Nierenerkrankungen, erhöhte Atem- und Pulswerte, Fieber, zu langsame oder schnelle Herztätigkeit, Orientierungslosigkeit und Panikanfälle.

Hortensien - verkannt als Marihuana bzw. Opium Ersatz

Fast in jedem Garten finden sich Hortensien als beliebter Zierstrauch. Die Pflanze bildet schöne große blütenbesetzte Dolden in Weiß, Rosa, Rot, Violett oder Blau. Hortensien wird nachgesagt, man könne durch das Rauchen der Blätter und Stängel eine canbisähnliche Rauschwirkung erfahren.

Auch durch das Fressen der Pflanzenteile entstünde bei entsprechender Menge eine entsprechende psychotrope Wirkung. Dies ist aber nicht der Fall. So schön wie Hortensien sind, so giftig sind Sie auch! Bei Pferden führt der Genuß zu Koliken und im schlimmsten Fall sogar zu Schäden des Nervensystems und des Gehirns der Pferde.

Fingerhut - schon in kleinsten Mengen tödlich

Der Rote gelbe oder großblütige Fingerhut ist für Pferde eine stark giftige Pflanze

Der Fingerhut wächst auf Wiesen, Waldlichtungen oder kargen Wegrändern und beeindruckt durch seine auffälligen, trichterförmigen Blüten, die die Form eines Fingerhutes haben. Die Pflanze enthält neben anderen Giftstoffen vor allem Digitalis-Glykoside in solch hohen Konzentrationen, das ein Pferd beim Fressen von nur ein paar Blüten sterben kann. Sollte Ihr Pferd eine Fingerhut Pflanze gefressen haben ist sofortiges Handeln gefordert. Da i.d.R. Pferde nicht erbrechen können, sollte umgehend ein Tierarzt gerufen werden, der den Magen und Darm des Pferdes vom Gift des Fingerhutes befreit.

Bilsenkraut oder "Hexenkraut"

Das Bilsenkraut gehört zu den Nachschattengewächsen und wächst vor allen an naturbelassenen Weg- und Feldrändern. Die Pflanze ist verwandt mit der Tollkirsche und dem Stechapfel und stark giftig. Die in der Pflanze enthaltenen alkaloiden Giftstoffe führen beim Pferd zur Lähmung des zentralen Nervensystems, Halluzinationen, Herzrasen, Atemlähmung und im schlimmsten Fall zum Tod des Pferdes. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung ist das Bilsenkraut in Deutschland selten geworden.

Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose ist auf Wiesen, Böschungen und Wegrändern weit verbreitet. Im Jahre 2010 war Sie in Deutschland sogar "Giftpflanze des Jahres". Auf manchen Wiesen tritt die Herbstzeitlosen massenhaft auf. Hier dürfen Pferde auf gar keinen Fall weiden, bzw. das Heu von solchen Wiesen ist für Pferde ungeeignet. Blüten, Blätter und Stängel der Herbstzeitlose enthalten das hochwirksame und für Pferde toxische Alkaloid Colchicin. Oftmals verwechselt der Pferdefreund die Herbstzeitlose mit dem Bärlauch. Besonders problematisch für den Pferdefreund ist, dass die Vergiftungserscheinungen beim Pferd erst nach zwei bis sechs Stunden nach Verzehr auftreten.

Tollkirsche oder "Belladonna"

Die Tollkirsche gehört zu den giftigsten Pflanzen in Mitteleuropa. Der "Gift- und Hexenkult" in Europa steht in direktem Zusammenhang mit der Tollkirsche. Durch die schönen schwarz glänzende Früchten werden die Pferde verführt, die süßlich bis leicht bitte schmeckende Pflanze zu fressen. Die Pflanze enthält in allen Teile stark toxische Alkaloide (u.A. Atropin). Es erzeugt beim Pferd starke Halluzinationen und Herzrasen sowie weitere schwere Nebenwirkungen.

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen entwickelt während seiner Blüte in den Monaten April / Mai einen süßlichen Duft, den Pferde anziehen können. Die Pflanze enthält in allen Teilen das Convallatoxin. Dieses Toxin wirkt schädlich auf das Nervensystem des Pferdes. Die Toxizität des Maiglöckchens liegt deutlich unter der der Tollkirsche. Ein gefressenes Maiglöckchen tötet noch kein Pferd um, erst größere Mengen sich lebensbedrohend.

Blauer Eisenhut

Der Blaue Eisenhut ist wie das Maiglöckchen und der Fingerhut eine sehr schön anzusehende Pflanze. Der Eisenhut steht unter Naturschutz und wächst bevorzugt in den Alpen, dem Mittelgebirge, Gebirgswäldern und feuchten Wiesen. Die in allen Teile der Pflanze vorhandenen Giftstoffe(Diterpen Alkaloide, vor allem Aconitin) wirken negativ auf die Muskulatur und das Nervensystem des Pferdes. Der blaue Eisenhut zählt zu den giftigsten Pflanzen in Mitteleuropa.

Adonisröschen (Blutströpfen")

Das Adonisröschen ist zwar nicht so giftig wie der Fingerhut, enthält aber Digitalis ähnliche Glykoside. Die Alkaloide verursachen beim Pferd Halluzinationen, Herzrasen, Atemnot und führen bei größeren Mengen zum Tod. Die Verbreitung dieser Pflanze in Deutschland ist aufgrund der intensiven Landwirtschaft ist sehr selten.

Liguster

Liguster wächst an Waldrändern und Gebüschen auf kalkhaltigen, wärmeren Böden. Liguster wird verbreitet als Gartenhecke oder Zierstrauch bzw. Formschnitt verwendet. Aus diesem Grund gilt für den Pferdefreund gegenüber Liguster eine besondere Vorsicht. Auch auf Reitturnieren kommt Liguster gerne zu dekorativen Zwecken zum Einsatz. Bei Fressen des Ligusters, insbesondere der schwarzen Beeren kommt es beim Pferd zu Herzrasen, Fieber, Magen- und Darmkrämpfe, sowie Durchfall.

Eibe

Eiben sind aufgrund er leuchtend roten Früchte ein sehr beliebter Gartenschmuck und werden zunehmend auch als Hecke eingesetzt. Die Eibe ist in allen Teilen giftig, insbesondere die roten Beeren. Die Giftstoffe (Taxane) wirkten in größeren Mengen tödliche auf Pferde. 2011 war die Eibe in Deutschland die Giftpflanze des Jahres.

Gemeiner Goldregen

Der Goldregen ist eine stattliche und attraktive Gartenpflanze und wächst als Strauch bzw. Baum. Den Namen verdankt diese Giftpflanze den leuchtend gelben Blütenständen, die wie Trauben herabhängen. Die bohnenförmigen dunklen Hülsen sind besonders giftig. Das Gift des Goldregens, das Alkaloid Cytisin und andere Alkaloide, verursacht beim Pferd u. A. Krämpfe, Lähmungen und im schlimmsten Fall Herzstillstand. 2012 war der Goldregen die Giftpflanze des Jahres in Deutschland.

Bilsenkraut

Das Bilsenkraut ist in der freien Natur nur noch selten anzutreffen. Es enthält Skopolamin und andere Alkaloide wie bei der Tollkirsche, jedoch in weit geringer Konzentration. Entsprechend muss das Pferd für eine tödliche Dosis größere Mengen Bilsenkraut fressen. I.d.R. führt es zu Befindlichkeitsstörungen, die nach einer gewissen Zeit abklingen können.

Buchsbaum

Der Buchsbaum ist eine der häufigsten Heckenpflanze in Deutschland und somit für den Pferdefreund fast überall anzutreffen. Die Pflanze ist in allen Teile für das Pferd giftig. Die enthaltenden Alkaloide u. A.das Cyclobuxin verursacht Schwindel, Durchfall und in höheren Mengen den Tod durch Atemlähmung. Bevor dies aber eintritt, muss ein Pferd größere Mengen Buchsbaumblätter bzw. Buchsbaumzweige fressen.

Wasserschierling

Der Wasserschierling wächst auf feuchten Weisen, an Tümpel und Gewässerufern. Die Pflanze duftet aromatisch, was Pferde zum neugierigen knabbern und fressen der Wasserschierlings anregt. Viele Pferdefreunde verwechseln den Wasserschierling mit der Petersilie. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, insbesondere der weiße Pflanzensaft (Inhaltstoff das Alkaloid Coniin und andere Alkaloide). Je nach aufgenommener Menge bekommt ein Pferd Durchfall, starke Krämpfe, zeigt erhöhte Atmung, Herzrasen, Gleichgewichtsstörungen. Bereits beim Fressen eines Wurzelstückes kann ein Pferd daran sterben.

Lesen Sie auch folgenden Artikel:
Giftige Pflanzen in Deutschland: 15 gefährliche Blumen und Gewächse

Disclaimer zum Artikel: Fragen Sie Sie im Bedarfsfall Ihren Tierarzt oder Apotheker
Bei Fragen zu unklaren Beschwerden bzw. möglichen Vergiftung Ihres Pferdes durch den Genuss der hier aufgeführten Pflanzen raten wir jedem Pferdefreund, sich beim Tierarzt bzw. Apotheker zu erkundigen !!

Roter Fingerhut
Roter Fingerhut
Großblütiger Fingerhut
Großblütiger Fingerhut
Gelber Fingerhut
Gelber Fingerhut
Herbstzeitlose
Herbstzeitlose
Maiglöckchen
Maiglöcken
Adonnisrößchen
Sommer Adonnis-
rößchen
Liguster
Schöllkraut
Schöllkraut
Wasserschierling
Wasserschierling
Gefleckter Schierling
Gefleckter
Schierling
Bilsenkraut
Bilsenkraut
Eibe
Eibe
Frühlings-Adonisröschen
Frühlings-
Adonisröschen
Tollkirsche
Tollkirsche
Goldregeb
Goldregen
Robinie
Robinie
Buchsbaum
Buchsbaum
Eiche
Eiche



Wissenswertes im Überblick


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Besuchen Sie unsere reiten.de Facebook-Seite Besuchen Sie unseren reiten.de Twitter-Feed