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Knabberhölzer als natürliches Spielzeug für Pferde

In der Box oder auf dem Paddock kann es schon mal langweilig werden: Vor allem junge Pferde mit viel Energie und einem ausgeprägten Spieltrieb wollen gut beschäftigt sein. So mancher Pferdebesitzer besorgt deshalb Spielzeug für den vierbeinigen Freund.

Was viele allerdings nicht wissen: Das Knabbern an Bällen oder anderen Gegenständen aus Plastik kann dem Pferd schaden, weil giftige Kunststoffpartikel in den empfindlichen Magen gelangen können. Die Alternative sind natürliche Spielzeuge: Knabberhölzer aus Birke zum Beispiel.

In diesem Artikel klären wir, für welche Pferde sich Spielzeuge eignen, warum Knabberhölzer die bessere Alternative sind und was man bei Knabberhölzern beachten muss.

Welche Pferde brauchen Spielzeug?

Fohlen bewegen sich vor allem im Spiel: Bis zu 75 Prozent der täglichen Bewegungsaktivität fällt darunter. Deshalb nehmen gerade junge Pferde Spielzeuge besonders gerne an, weil sie damit ihre Neugierde und ihren Spieltrieb befriedigen können.

Doch auch ältere Pferde können sich für Spielzeug begeistern. Weil Hauspferde ausreichend vom Menschen versorgt werden, bleibt mehr Zeit – und auch Sicherheit - für das Spiel. Es muss also nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen von aufgestautem Bewegungsdrang sein, wenn ältere Pferde einen ausgeprägten Spieltrieb entwickeln.

Tierärzte raten allerdings von Plastikspielzeug – womöglich noch mit süßen Lecksteinen mit künstlichen Aromen – eindeutig ab. Zum einen sind diese Spielzeuge nicht arttypisch. Und zum anderen können beim Kauen und Nagen am Kunststoff Plastikpartikel in den empfindlichen Magen gelangen.

Der in Lecksteinen enthaltene Zucker verursacht überdies Zahnprobleme oder Stoffwechselstörungen. Besser geeignet sind dagegen natürliche Materialien wie Äste oder Holzstämme.


Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/pferde-wiese-weide-tiere-dunst-3747374/

Warum eignen sich Knabberhölzer besonders gut?

Wildpferde spielen entweder mit Artgenossen im Sozialspiel oder mit Gegenständen aus der Natur im Solitärspiel. Vor allem Äste und Hölzer dienen dem Pferd in der freien Natur dazu, Objekte kennenzulernen und seine Sinnesorgane auszubilden.

Deshalb eignen sich Knabberhölzer als Spielzeug für Hauspferde besonders gut. Pferdehalter sollten darauf achten, die richtigen Hölzer bereitzustellen. Denn es gibt Sträucher und Bäume, die giftig für Pferde sind und ihnen massiv schaden könnten.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, besorgt seinem Pferd ein bio-zertifiziertes Produkt, wie das KNABBERLEIN von Pferdesport Fuchs. Es besteht aus schonend getrockneter Birke, die ohne Chemie gereinigt wurde und damit schädlings- und schimmelfrei ist. Besonders reizvoll ist die „Panade“ aus einem bunten Blütenmix: Die Blüten sind unbehandelt und 100% naturrein. Das Haftmittel ist auf Haferbasis hergestellt und somit frei von Zucker, Getreide und Melasse.

Was ist bei Knabberhölzern zu beachten?

Das Praktische an Knabberhölzern ist, dass sie drei Funktionen erfüllen: Sie dienen als Spielzeug zur Beschäftigung, fördern die Zahnpflege und sind gut für die Gesundheit. Gerade übergewichtige Pferde profitieren von Knabberhölzern, das sie – statt ständig Stroh zu fressen – beim Knabbern des Holzes weniger Kalorien zu sich nehmen. Allerdings sollte man beachten, dass ein Knabberholz nicht das Hauptnahrungsmittel für Pferde sein darf.

Bei der Auswahl des Knabberholzes ist es wichtig, geeignete und ungeeignete Hölzer unterscheiden zu können. Während die Äste von Haselnuss, Birke und Pappel und auch von ungespritzten Obstbäumen sehr gut für die Gesundheit des Pferdes sind, sind beispielsweise Thujen, Rosskastanie und Walnuss giftig. Auch das Holz von Nadelbäumen, Buchen und Eichen ist eher ungeeignet.

Das Knabberholz sollte außerdem frei von Schädlingen, Schimmel und Spritzmittel sein. Achten Sie beim Kauf von Knabberhölzern im Handel deshalb immer darauf, dass eine Bio-Zertifizierung vorliegt.

Welche Bäume und Sträucher sind geeignet und welche nicht?

INFOGRAFIK:


Erlaubte Bäume und Sträucher:

●       Obstbäume wie Pflaume, Apfel und Birne
●       Erle
●       Pappel
●       Linde
●       Ulme
●       Birke
●       Haselnuss
●       Weißdorn
●       Hainbuche
●       Wildrose
●       Beerensträucher wie Himbeere und Brombeere

Weniger geeignete Knabberhölzer:

●       Buche
●       Nadelbäume
●       Eiche

Giftige Knabberhölzer:

●       Akazie
●       Bergahorn
●       Buchsbaum
●       Efeu
●       Eibe
●       Thujen
●       Robinie
●       Rosskastanie
●       Walnuss

Weitere interessante Links:

1. https://www.reiten.de/community/news/zed-run-ein-revolutionaeres-pferderennen-spiel-258.html

2. https://www.reiten.de/community/news/hoch-zu-ross-pferdefussball-als-trainingseinheit-144.html

 

15.07.2022