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Versammlung und Gymnastizierung ohne Reiter (Seite 2)

Bodenarbeit mit dem Pferd oder Pony

Wir beginnen bei der Ausbildung unserer Pferde mit der reinen Gehorsams- und Umgangserziehung, dem Führtraining.

Die Pferde lernen schnell, daß bei uns dieselben Grundsätze wie in ihrer Herde gelten:

1. Das rangniedrigere Pferd muß dem ranghöheren (uns) ausweichen.
2. Ein rangniedrigeres Pferd darf ein ranghohes (uns) nicht überholen (Leitstutenprinzip).
3. Das ranghöchste Pferd (wir) kann jedes andere Tier der Gemeinschaft von hinten treiben (Leithengstprinzip).

Aus diesen Gesetzmäßigkeiten der Herde entwickeln wir unser Führtraining.

Die Pferde lernen zu folgen, zu gehen, wenn wir gehen, stehenzubleiben, wenn wir stehenbleiben.
Langsam vergrößern wir den Führabstand zwischen uns und dem Pferd, bewegen uns auf die Hinterhand des Pferdes zu. Parallel zu dieser recht freien Arbeit am losen Führstrick erarbeiten wir mit unseren Pferden eine Signaltechnik.
Mit Hilfe der Führkette oder eines Kappzaumes lernen die Pferde, auf leichten Druck auf die Nase nachzugeben, den Kopf zu senken, anzuhalten, auch dann, wenn der Mensch nicht vor, sondern neben ihnen steht und rückwärts zu gehen. Mit Hilfe der Gerte lernen sie, sich seitwärts treiben zu lassen, sich an beliebigen Stellen des Körpers berühren zu lassen, ihre Beine zu heben etc.

Alle diese Signale benötigen wir, unbedingt, spätestens bei der Arbeit unter dem Sattel, in der klassischen Ausbildung schon früher, bei der Longen- und Handarbeit.

Darüber hinaus verlangt diese Arbeit vom Pferd eine hohe Konzentration bei absolut langsamen Bewegungen. Wir trainieren also nicht nur das physische, sondern auch das seelische Gleichgewicht und das Vertrauen zum Ausbilder.

Der nächste Schritt im Ausbildungsprogramm unseres Jungpferdes ist es, den Abstand zwischen Pferd und Mensch zu vergrößern, zwischen zwei Händen zu arbeiten. Der Ausbilder steht dabei ca. 1 -1,5 m vom Pferd weg, in klassischer Longierposition auf der Mittelhand des Pferdes. In dieser Position kann er schon anfangen, die Hinterhand des Pferdes unter seinen Schwerpunkt zu touchieren, und gleichzeitig ein davoneilen durch leichte Paraden am Kappzaum (Führkette) verhindern.
Aus dieser Position heraus ist ein Vergrößern des Abstandes bis hin zum Longierabstand recht einfach. In dieser Phase ist der Ausbilder immer noch dabei, mit dem Pferd mitzugehen, es an der Longe zu "führen". Er hält es dazu an, seinen Gehrhythmus aufzunehmen, seine Schritte den seinigen anzupassen.

So longiert er Tempovariationen, läßt Tritte verlängern oder verkürzen, gibt Takt und Rhythmus vor, longiert Zirkel, Volten und Geraden, ohne daß die Pferde den Takt verlieren.
Hindernisse, wie Stangenarbeit, kleine Sprünge fördern die Geschmeidigkeit, die Durchlässigkeit und die Tragkräfte der Hinterhand.

Jetzt ist der Abstand zum Pferd schon fast auf Longenlänge vergrößert worden. Unser Pferd kennt die verwahrende Hilfe am Kappzaum und die treibende der Peitsche; wir longieren bereits im Longendreieck.

An dieser Stelle kommt nun unserer Körpersprache eine besondere Bedeutung zu. Sie ist neben Longe, Peitsche und Stimme eine wichtige Hilfe für das Pferd. Je nach Position wirken wir als Mensch verwahrend (Schritt nach vorne in Richtung Schulter), neutral (Position hinter der Pferdeschulter) oder treibend (Schritt nach hinten in Richtung Kruppe) auf unser Pferd ein, und unterstützen oder reduzieren so die Einwirkung von Longe und Peitsche.

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