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Jungpferdeausbildung Ausbildung des Pferdes Teil III - 5

Jungpferdeausbildung Ausbildung des Pferdes

  1. Konstante Anlehnung erarbeiten
  2. Die natürliche Schiefe des Pferdes überbrücken
  3. Die Hinterhand aktivieren
  4. Die Arbeit auf gebogenen Linien
  5. Die Arbeit an der Hand
  6. Die Arbeit auf zwei Hufschlägen
  7. Von der Trense zur Kandare

Im ersten Teil der Ausbildungsdokumentation bin ich schon kurz auf die Arbeit an der Hand eingegangen. Sie erhält ihren eigentlichen Wert dann, wenn die jungen Pferde vermehrt an die Versammlung herangeführt werden sollen, also am Ende des ersten bzw. zu Beginn des zweiten Remontenjahres.

Viele Verspannungen im Maul-Genick-Hals-Bereich lassen sich durch Abkauübungen an der Hand beseitigen. Diese Übungen bewirken, dass das Pferd durch leichte Zügelanzüge rechts und links seitlich nachgibt und zu kauen beginnt. Sie dienen dem Lockermachen des Unterkiefers und der Ganaschen und helfen, den Hals geschmeidig zu machen und sie sind Luna seit dem ersten Ausbildungsjahr bekannt. Willig reagiert sie auf feinste Einwirkungen mit dem Zügel, kaut zufrieden ab und entspannt sich.

Luna lernt, auf eine einseitige Zügelhilfe den Hals seitlich zu biegen und sich beizuzäumen.

Diese Übung macht die Pferde in den Ganaschen weich und fördert die Maultätigkeit. Der Zügeldruck lässt sofort nach, sobald das Pferd willig und leicht in der gewünschten Stellung bleibt.

Als vorbereitende Übung für die Seitwärtsarbeit unter dem Sattel ist Luna das seitliche Übertretenlassen schon bekannt. Bisher blieb sie dabei im Rumpfbereich möglichst gerade gestellt, lediglich der Kopf-Hals-Bereich war leicht nach innen gestellt. Ziel dieser Übungen bisher war es, die Muskulatur zu lockern und das Pferd zu lösen. Nun soll Luna durch die weiteren Übungen an die Versammlung gebracht werden. Bei den versammelnden Übungen sollen sich die Hinterbeine des Pferdes vermehrt an seine Vorderbeine annähern und dabei mit der Hinterhand mehr Last aufnehmen. Durch die verkleinerte Unterstützungsfläche wird dadurch das Gleichgewicht instabiler und die Bewegungen des Pferdes werden durch feinere Einwirkungen bestimmbar.

Luna lernt nun mit der klassischen Führung am Außenzügel in langsamen Bewegungen vorwärts zu gehen. Bei dieser Führung hält man den inneren Zügel nahe der Trense, den äußeren führt man über den Halsansatz auf die Seite, auf der man steht. Die Gerte wird in der Hand gehalten, die den äußeren Zügel führt. Nun kommt es darauf an, Luna durch die gleichmäßige und ruhige Aktion beider Zügel gerade zu halten, langsam vorwärts zu gehen und auf ein Stimmsignal und Anlegen der Gerte auf die Kruppe anzuhalten.

Die innere Hand hält den Zügel nahe am Trensenring, der äußere Zügel wird über den Halsansatz geführt auf die Seite, auf der man steht. Die Gerte wird ebenfalls in dieser Hand geführt und seitlich an den Pferdeleib angelegt. Weicht das Pferd der angedrückten Gerte nicht aus, so wird sie leicht vibrierend eingesetzt.

Die Höhe der Hand, mit der der Führzügel angelegt wird, ist abhängig vom angestrebten Raumgewinn: Je kürzer die Tritte gefordert werden, desto höher wird die damit vermehrt aufrichtend wirkende Hand gehalten, die wieder abgesenkt wird, sobald man die Lektion beendet.

Nun beginne ich, Luna in den korrekten Seitengängen wie Schulterherein, Conterschulterherein, Renvers usw. zu arbeiten. All diese Übungen helfen ihr, sich zu biegen und sich im Maul zu entspannen, ohne mit dem zusätzlichen Reitergewicht um das anfängliche Gleichgewicht zu kämpfen. Nur ein ruhiges und im Maul entspanntes Pferd wird auch seinen Körper entspannen.

Diese gewichtslose Vorarbeit zahlt sich vor allem für die Seitwärtsarbeit unter dem Sattel aus. Ich benötige erheblich weniger Kraft, weil Luna versteht, was ich von ihr verlange und bereits elastisch genug ist, um die Anforderungen flüssig umzusetzen. Zweck der Handarbeit ist es, dass im Zuge dieser Arbeit die "Vorwärtsbewegung" mehr und mehr in eine hankenbiegende Bewegung auf der Stelle umgewandelt wird. Die Arbeit an der Hand ist immer an den Beginn der Reitstunde zu setzen. Die dafür aufgewendete Zeit von 10 - 15 Minuten ersetzt oder unterstützt in hohem Maße eine "Lockerung aus dem Sattel" und man kann im Anschluß daran ohne Bedenken zu einer gymnastizierend aufbauenden Arbeit aus dem Sattel übergehen.




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