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Ausbildung des Pferdes Teil II - 4

  1. Anreiten
  2. Erstmals ins Gelände
  3. Dressurausbildung
  4. An den Zügel


Während ich in der Phase des Anreitens mit der Hand stets nachgegeben habe, um die Dehnung des Pferdehalses nach vorwärts-abwärts zu ermöglichen, kommt nun der Zeitpunkt, wo ich erreichen muss, dass sie sich an meiner ruhig am Platz stehenden Hand abstößt.

Dieser Ausbildungsschritt ist die erste große Schwierigkeit, die wir bewältigen müssen und erfordert viel Gefühl.
Durch die treibenden Hilfen fordere ich Luna zu fleißigem Abfußen auf; ich darf aber nur soviel Gewicht mit der Hand aufnehmen, wie sie mir durch den von der Hinterhand über den Rücken fließenden Schwung hineinlegt.br> Jedes zu starke Beizäumen führt zu Verkrampfungen und zu einem Einrollen des Kopfes.
Die durch die Anlehnung erzeugte Haltung entwickelt sich erst über einen längeren Zeitpunkt hinweg dazu, dass das Pferd durch das Genick tritt und hängt mit der Entwicklung der Schubkraft zusammen, die dem Pferd ermöglicht, den Hals weiter aufzurichten.

Am Ende der Lektion Zügel aus der Hand kauen lassen. Der Zügel ist hingegeben, der Halswinkel geöffnet, der Kopf beinahe auf Buggelenkhöhe deutlich vor der Senkrechten.
Auch auf diesem Bild ist deutlich zu sehen das Luna sich gerade in einer Wachstumsphase befindet und hinten überbaut ist. Das begünstigt natürlich Schwierigkeiten in der Anlehnung, weil sie mit der Hinterhand nicht weit genug unter ihr Gewicht treten kann. So fällt es ihr auch in gelöstem Zustand schwerer unterzutreten.

Hier heißt es üben und Geduld haben, sich vor zu starker Einwirkung hüten und mit dem Pferd insgesamt weiter arbeiten. Damit verbessert sich zwangsläufig die Anlehnung.
Wird nämlich versucht, das Pferd zu früh mit dem Hals in eine bestimmte Form zu pressen, so sind schwerwiegende Fehler vorprogrammiert, wie z.B Maulfehler, falscher Knick im Hals, Temperamentsstörungen, fester Rücken, gespannte Bewegungen, Taktfehler und Gangverkürzungen.

An dem lebhaften Ohrenspiel und der ruhigen Schweifhaltung erkennt man die gelöste Aufmerksamkeit auf den Reiter. Die bestehende Anlehnung wird auf keinen Fall als unangenehm empfunden, dies würde man deutlich an der körpersprachlichen Reaktion des Pferdes ablesen können.

Zu den lösenden Übungen nehme ich nun vermehrt die halben Paraden und die Zirkelarbeit hinzu. Durch häufiges Reiten von Tempounterschieden innerhalb der Gangart und Übergängen versuche ich die Hinterhand zum vermehrten Tragen anzuregen. Zirkel verkleinern und vergrößern, Übertretenlassen auf der offenen Zirkelseite und erste Seitwärtsarbeit erhöhen Lunas Durchlässigkeit auf die Reiterhilfen.

Die Galopparbeit stelle ich gemäß der klassischen Lehre zunächst noch zurück.
Bevor ich mit ihr beginne, möchte ich Luna erst durch die seitliche Arbeit soweit in ihrem Gleichgewicht vorbereitet haben, dass ihr diese Arbeit hoffentlich ohne große Aufregung gut gelingen wird.

Biegen um den inneren Schenkel in der Volte mit deutlicher Hinterhandaktion. Luna ist trotz der für sie schwierigen Übung entspannt und sehr aufmerksam auf die Reiterhilfen. Beim Anreiten junger Pferde halte ich es für sehr sinnvoll, gelegentlich andere erfahrene Reiter reiten zu lassen, um ein Feedback der bisherigen Ausbildung zu erhalten.

So nähern wir uns dem Winter und ich beschließe an dieser Stelle eine Ausbildungspause einzulegen, damit Luna sich in ihrer Herde erholen und einmal wieder ganz "Pferd" sein darf.




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